Kleine Eingriffe in
örtlicher Betäubung

Eingriffe, für die lediglich eine örtliche Betäubung notwendig ist, können in unserem operativen Eingriffsraum ambulant durchgeführt werden. Bis auf die im Einzelfall verordnete präoperative Einnahme von Schmerzmitteln ist dafür keine besondere Vorbereitung erforderlich. Am Tag danach können Sie bereits meist wieder Ihren normalen Tätigkeiten nachgehen. Operationen, die eine Vollnarkose notwendig machen, führen wir in den Tageskliniken unserer Belegkrankenhäuser durch.

Folgende Eingriffe nehmen wir ambulant in unserer Praxis vor:

  • Konisation/LEEP: Veränderungen der Zellstruktur im Vulva- und Vaginalbereich, verursacht durch die Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV), werden mit dem Laser oder einer kleinen elektrischen Schlinge entfernt.
  • Laserung
  • Bei Blutungsstörungen oder auffälligen sonografischen Befunden spiegeln wir mit einem
    3-mm-Mikrohysteroskop die Gebärmutter, entnehmen gegebenenfalls Gewebeproben und vermeiden so eine Ausschabung in Vollnarkose.
  • Zystoskopie (z.B. im Rahmen der urodynamischen Komplexmessung)
  • Abszeßspaltungen
  • Verschiedene kleine Eingriffe am äußeren Genitale, z.B. Anpassung und Verkleinerung der Schamlippen an der Vulva

Humane Papillomaviren (HPV)

Papillomaviren verursachen entweder Feigwarzen (Condylome) im äußeren Genitalbereich oder sie befallen den Gebärmutterhals, wo durch die Infektion Veränderungen der Zellstruktur (Dysplasien) entstehen.
Dysplasien können wir mit feinsten elektrischen Hochfrequenzdiathermieschlingen gezielt, gewebeschonend und weitgehend risikofrei entfernen (LEEP- bzw. LLETZ-Verfahren).
Geringgradige Dysplasien und Condylome vaporisieren wir mit einem gepulsten CO2-Laser mit hoher Energiedichte, wie er ähnlich auch in der Augenheilkunde eingesetzt wird. Dieses Verfahren behandelt die empfindliche Haut des äußeren Genitale ohne Tiefenschaden. Es schont Haarfollikel sowie Hautdrüsen und zeichnet sich so durch schnelle, narbenfreie Wundheilung und niedrige Rezidivraten aus – Voraussetzung dafür, dass später beim Geschlechtsverkehr keine Narbenschmerzen auftreten.